Rauch- und Brandschutz: STUV als Partner des Justizvollzugs

Neue Lösung für bestehende STUV-Schlosssysteme

Heiligenhaus, 06.06.2012 – Rauch- und Brandschutzmaßnahmen im Tür- und Schlossgewerk sind nicht nur Thema bei Justizneubauten. Gleichermaßen ist der vorhandene Altbestand und damit der wesentlich größere Immobilienanteil betroffen. Die Realisierung der vorgeschriebenen Bestimmungen ist in vorhandenen Einrichtungen im Vergleich zu Neubauprojekten ungleich planungsintensiver und kostenaufwändiger.

Eingesetzte Hochsicherheitsschlösser sollen in erster Linie eine Eigenschaft aufweisen: Sicherheit. Dass diese Anforderung erfüllt ist, beweist die Ausbruchsstatistik von Justizeinrichtungen. Danach ist in den vergangenen 50 Jahren keine Flucht aus einer deutschen Justizvollzugsanstalt auf Versagen der STUV-Schlosstechnik zurückzuführen.

Neue Anforderungen

Über die Sicherheit hinaus stellen aktuelle Bestimmungen und Regelwerke hinsichtlich Rauch- und Brandschutz jedoch zusätzliche Forderungen an die Schlosssysteme. So müssen in Rauch- und Brandschutztüren eingebaute Schlösser mit einem Fallenriegel ausgestattet sein, der auch bei Brandbelastung den sicheren Raumabschluss gewährleistet. Weiterhin darf die Falle im eingezogenen Zustand nicht feststellbar sein. Bei der HSL-Serie hat STUV diese Eigenschaften bereits berücksichtig und kann erteilte Prüfzeugnisse des Materialprüfungsamtes (MPA) vorweisen. Allein, mit den Schlosstypen der älteren konventionellen Doppelbarttechnik, die in einem Großteil der deutschen Justizeinrichtungen eingesetzt ist, war diese Forderung bislang nicht umsetzbar.

Alt gegen neu – einfacher Austausch

Nun hat STUV die seit den 1980er Jahren lieferbare Produktlinie der Doppelbartschlösser um einen neuen Schlosstyp erweitert. Das Produkt erfüllt die Anforderungen an Schlösser für Rauch- und Brandschutztüren. Wichtiges Argument für den Nutzer ist der problemlose Austausch gegen vorhandene Durchgangstürschlösser der Typenkennung 8.14.0501.3/4 und 8.14.1501.3/4. Umbauarbeiten an der Schlossaufnahme der Bestandstüren sind im Allgemeinen nicht notwendig, da alte und neue Schlösser identische Maße aufweisen. Ein zusätzliches Argument für die Nutzer: das Schloss lässt sich mit den vorhandenen Doppelbartschlüssen bedienen. Neue Schlüsselsätze sind daher grundsätzlich nicht erforderlich. Das bedeutet für die Länder erhebliche Ersparnisse.

Eine Prüfung beim MPA ist noch für 2012 angestrebt. Ziel der Zertifizierung ist ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis und die Kennzeichnung der Schlösser mit dem Übereinstimmungskennzeichen. Mit entsprechend geprüften Türen kann sich eine Zustimmung im Einzelfall dann erübrigen. Der neue Schlosstyp ist bereits vor der Zertifizierung und ab Sommer 2012 lieferbar.