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1.000 Schlösser für Billwerder

STUV liefert Transponder-Lösung für Hamburger Justizvollzugsanstalt

Seit 1960 ist Steinbach & Vollmann führender Hersteller von Schließsystemen für den Hochsicherheitsbereich. Für die neue JVA Billwerder lieferte das Unternehmen die sicherheitsrelevante Versperrtechnik für die Hafträume und Durchgänge. Eine entscheidende Rolle spielt dabei das intelligente Transponder-Management von STUV, mit dem im Tagesbetrieb knapp 100 robuste Motorschlösser zentral überwacht und gesteuert werden.

Heiligenhaus, August 2008. – Genau 1.041 Hochsicherheitsschlösser von Steinbach & Vollmann (STUV) stehen in der neuen Hamburger Justizvollzuganstalt Billwerder seit einigen Monaten im Dienste der Exekutive. Hoch belastbar in Edelstahl V2A ausgeführt und manipulationssicher konstruiert, verschließen sie die 10 Quadratmeter großen Hafträume, sperren Durchgänge und sichern Kostklappen. Den Hauptteil der innerhalb von zwei Bauabschnitten installierten Schließsysteme bilden mechanische Hochsicherheitsschlösser der neusten Generation, die mit komplexen Doppelbartschlüsseln bedient werden und sich ohne Hilfswerkzeuge und Demontageaufwand auf verschiedene Schließungen umstellen lassen. Bei etwa einhundert Schlössern handelt es sich hingegen um elektronische Hochsicherheitsmodelle der neuen HSL-Serie von STUV, die im Rahmen eines Netzwerk-basierten Managementsystems mit Transponderschlüsseln arbeiten.

Steuern, regeln, überwachen

Hinter der fast zwei Kilometer langen Schutzmauer der neuen JVA befinden sich bis zu 803 männliche Erwachsene im geschlossenen Vollzug. In einem solchen Hochsicherheitsbereich ist die Versperrtechnik ein entscheidendes Instrument der Regulierung und Organisation. Nicht allein mechanisch haben die eingesetzten Schließsysteme daher sehr strenge Anforderungen zu erfüllen, sondern sie müssen sich auch über ein zentrales Managementsystem automatisiert steuern, überwachen und auswerten lassen.

Diese Funktionen erfüllt das Transpondersystem von STUV. In der JVA Billwerder ist es über die eigene Telegrammstruktur des Herstellers eingebunden in das RS 485-basierte Facility Management System der Haftanstalt. Integriert in das Netzwerk fragt die Transponder-Software von STUV alle Hochsicherheitsschlösser der Serien HSL 101 E und HSL 104 T über das Bussystem der JVA permanent ab: Manipulationen an Beschlägen oder Schließwerken werden sofort erkannt, bewertet und – falls nötig – mit Maßnahmenplänen verknüpft. Das Öffnen, Schließen und Sperren der Schlösser lässt sich einzeln oder gruppenweise steuern, Zugangsberechtigungen können vergeben werden und Zeitfenster (Eingang, Ausgang) lassen sich terminieren. Alle Transponderschlüssel sind personalisiert und je nach Aufgabenbereich des Sicherheitspersonals autorisiert. Verlorene oder gestohlene Transponder lassen sich sofort sperren. Und auch die Auswertung erfolgter oder abgewiesener Türöffnungen wird dokumentiert.

System arbeitet autark

Ein hohes Sicherheitsniveau erreicht das Transponder Management System von STUV auch durch zwei grundlegende Faktoren: Die Transponderschlösser funktionieren bei einer Systemstörung weiter (die integrierte CPU läuft autark) und eine kurze Stromunterbrechung in der JVA kann das System mit Hilfe des eingebauten Powerpacks selbst überbrücken. Nach einem Stromausfall fahren alle Schlösser der Serie HSL E/T in eine zuvor programmierte Position.

Für die Justizvollzugsanstalt Billwerder lieferte STUV seine Transponderlösung als Komplettsystem. Der Leistungsumfang reichte von der Planung über die Installation der Schlösser bin zur Einrichtung der Transponder-Software auf einem in das Facility Management System der Haftanstalt integrierten PC-Arbeitsplatz. Die Betreiber der JVA erhielten damit nicht nur ein Hochsicherheitssystem auf dem neusten Stand der Technik, sondern auch ein intelligentes Steuerungsinstrument für die vielfältigen Maßnahmen des modernen Strafvollzugs.